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Lesungen und Pressespiegel

Lesungen 2018:

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Bisherige Lesungen:

1. Crime Time Special, Gießener Autoren und Autorinnen stellen sich vor, Gießen, Café Zeitlos, 31. März 2011
2. KunstCafe am Windhainer See, 9. Sept. 2011
3. Gießener Krimifestival 2011, Krimi-Matineé, 16. Oktober 2011
4. Thalia-Buchhandlung Gießen, 12. April 2012
5. Weilburger Kunst- und Literaturtage, Residenzbuchhandlung Weilburg, Kubacher Kristallhöhle, 7. Mai 2012
6. Kultur-Kirche-Bischoffen am Aartalsee, 29. Juni 2012
7. Kultur-Kirche-Bischoffen am Aartalsee, 11. August 2012
8. Gießener Krimifestival 2012, 14. Okt. 2012
9. Gießener Krimifestival 2013, 20. Okt. 2013
10. Stadtteilbücherei Hofheim-Wildsachsen, 23. März 2014
11. Crime Time Special, Gießen, Café Zeitlos, 15. Mai 2014
12. Landesgartenschau Gießen, 5. Juni 2014
13. Botanischer Garten Gießen, 20. Juli 2014
14. Landesgartenschau Gießen, „Lichterzauber im Park“, 8. August 2014, jeweils 20.30 Uhr, 21.30 Uhr, 22.30 Uhr
15. Johanneskirche Gießen, „paradiesgärtlein“, 18. Sept. 2014
16. Kulturkreis Annerod, Bibliothek Seniorenzentrum, 8. März 2015
17. LIONS Club Laubach, 10. April 2015
18. Gießener Krimifestival 2015, "Eine(r) liest", Netanya-Saal im Alten Schloss, 4. Oktober 2015
19. SPD Fernwald, Fernwaldhalle Sitzungssaal, 13. November 2015
20. Landfrauen Echzell, 27. Feb. 2016
21. Wohnzimmer-Lesung, Gießen, 18. März 2016
22. Feierabendhock, Reiterhof im Vogelsberg, 15. April 2016
23. Tag des Buches, Alten Buseck, 23. April 2016
24. Gießener Krimifestival 2016, Lollar, 27. Okt. 2016
25. Kulturkreis Annerod, 30. Oktober 2016
26. Autoren zu Gast, Münzenberg, 4. November 2016
27. Landfrauen Albach, 17. Januar 2017
28. Literatursonntag um Halb Fünf, Wißmar, 22. Januar 2017
29. LeseFluss, Lahnfenster an der Lahn, 29. April 2017
30. Krimifestival Gießen 2017, Hotel und Cafe Am Markt, 15. Oktober 2017
31. Literaturkreis Oberscheld, 27. Oktober 2017
32. SPD Fernwald, 10. November 2017


Berichte/ Pressespiegel:


Das müssen sie schon selbst lesen

Fernwald (kjg) ... Der Autor ... las, erzählte und musizierte vor einem begeisterten Publikum im prall gefüllten Sitzungssaal ... Wer ist der Mörder? Das wollte Henn in seinem humorvollen und kurzweiligen Vortrag nicht preisgeben ... Nach tollem Beifall und der Forderung nach einer Zugabe ...
(Gießener Allgemeine Zeitung vom 13. November 2017)


Todesangst im Traum - Schneider hält emotionale Lesung im Kulturcafe

Wettenberg (mo) ... bezog seine Zuhörer ständig mit ins Geschehen ein ... So ließ er die Teilnehmer erst Todesangst empfinden ... Alles gehörte zum Programm der Lesungen, Schmunzeln, herzhaftes Lachen und auch Gänsehaut. Am Ende war es eine vergnügliche Veranstaltung für Besucher und Verantwortliche ...
(Gießener Allgemeine Zeitung vom 28. Januar 2017)


Spannender Abend mit sieben Fällen

Steinbach (tas) ... die mehr als 40 interessierten Gäste kamen mit spannenden Krimipassagen, Kurzgeschichten, Humor und Keyboardspiel auf ihre Kosten und wurden gut unterhalten ... bedankte sich nach der Veranstaltung für eine sehr amüsante, unterhaltsame und abwechslungsreiche Lesung ...
(Gießener Anzeiger vom 19. Nov. 2015)


Gießener Krimifestival 2015, 4. Oktober 2015

Morde in Monaco
Eine Lesung, die in südliche Gefilde führte, bot am Sonntagnachmittag das Krimifestival im Netanya Saal im Alten Schloss. Genaugenommen ging es um die Welt des schönen Scheins im schicken Monaco. Deshalb bediente Hermann Henn bei seiner Premierenlesung zu seinem neuen Kurzgeschichtenband „Morde in Monaco“ auch ganz kurzweilig die Klischees, die man gemeinhin mit dem Fürstentum verbindet.
Hermann Henn ist ein Pseudonym hinter dem sich der in der Polizeiausbildung tätige Professor für Sozialwissenschaften, Hans Schneider, verbirgt. Bisher war Henn – Henn´s Hermann sein Jung nannten ihn die Leute in seiner Kindheit – durch seine Regionalkrimis wie „Mord am Schwanenteich“ (2010) oder „Die sieben Leben einer Katze“ (2012) aufgefallen. Mit „Morde in Monaco“ erhofft er sich nun, das für den Stadtstaat zu werden, was Donna Leon für Venedig ist – Ehrenstaatsbürgerschaft inklusive. Dinge wie diese, sagte er in seinen durchweg selbstironischen und nie ganz ernst gemeinten Bemerkungen. Warum er nun die Tatorte von der mittelhessischen Provinz in das südeuropäische Fürstentum verlegte, begründete er damit, dass er schon immer frankophil gewesen sei; jedenfalls habe er einige Jahre einen Citroen 2 CV, eine Ente, gefahren. Als er dann 2013 auf der Frankfurter Buchmesse an einem Stand den Titel „Luxemburger Leichen“ gesehen habe, habe er schlagartig gewusst, es müsse einen Band „Morde ein Monaco“ geben. Just zwei Jahre später konnte er nun daraus erstmals vor Publikum vorlesen.
Den 90 Besuchern servierte er mit Auszügen aus seinen Kurzgeschichten kleine Appetithäppchen. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist Capitaine Céline Junot von der monegassischen Kriminalpolizei, die zusammen mit ihren französischen Kollegen alle Hände voll zu tun bekommt, angesichts der Schattenseiten in dieser Welt des Luxus. Die Party-Jacht eines reichen Immobilienmaklers im berühmten Hafen Monacos, die mondänen Spielcasinos und die luxuriösen Hotels sind ebenso Schauplatz von Henns Handlungen wie das Internationale Zirkusfestival von Monte Carlo. Neben den Passagen aus den Kurzgeschichten „Rien ne va plus“, „Edel-Ballermann“ und „Waffengang“ zog vor allem die Geschichte „BEA“ gegen Ende der Lesung die Zuhörer in ihren Bann: Der 33-jährige Parfümeur Baptiste möchte als großer Verehrer von Patrick Süskinds Roman „Das Parfüm“ ebenfalls ein ultimatives Parfüm aus dem Duft einer hübschen Frau gewinnen – nur auf eine andere Art wie Grenouille im Süskind-Roman. Das Ende ließ der Autor offen.
Amüsant war Henns Keyboard-Spiel zwischen den einzelnen Passagen mit französischen Chancons wie „La Mer“ und „Je´taime“. Das Instrument habe er mitgebracht, obwohl sein Keyboardlehrer gemeint habe, er sei nicht so weit. Wie dem auch sei, am Ende der gut einstündigen Lesung forderte das Publikum noch Zugabe – sowohl musikalisch als auch textlich. (nab).
(Gießener Allgemeine Zeitung vom 5. Oktober 2015)


Dramatische Pausen und viele Lacher
LESUNG Hans Schneider alias Hermann Henn zu Gast beim Anneröder Kulturkreis
ANNEROD - (elo). „Henns Hermann sein Jung“ las auf Einladung des Kulturkreises Annerod in der Bücherei des Seniorenzentrums. Der in Albach lebende Hobbyautor Dr. Hans Schneider schreibt unter dem Pseudonym Hermann Henn. Wie er erklärte, handele es sich dabei um eine Reminiszenz an seinen verstorbenen Vater, dessen Name, nämlich Hermann Henn, dafür sorgte, dass Schneider in seinem Heimatort Dillenburg-Oberscheld nur als „Henns Hermann sein Jung“ bekannt war.
Der Sprecher des Kulturkreises, Adolf Wallbott, nahm Schneiders Künstlernamen seinerseits zum Anlass, die Lesung mit einem heiteren Namenraten beginnen zu lassen. So hatte Wallbott berühmte Beispiele aus Musik, Kunst und Politik wie Udo Jürgens, Hera Lind, Dieter Thomas Heck und Lenin parat und lieferte den Gästen deren bürgerliche Namen oder ließ sie die Künstlernamen raten.
Schließlich stellte Schneider seine Protagonistin Silke Haus vor, um dann mit der Kurzgeschichte „Dunkel ist die Schleusenkammer“ aus der Krimi-Anthologie „Das Mordshaus an der Lahn“ zu beginnen. Ort der Handlung ist der Weilburger Schiffstunnel, in dem sich die Leiterin des Kommissariats K11, Silke Haus, bei einem Betriebsausflug im Interesse der Teambildung befindet. Bevor den Insassen der Boote im Tunnel die Luft immer knapper wird und das Wasser immer höher steigt, versicherte sich der Autor beim Publikum der Authentizität seiner Ortsbeschreibungen und fragte seelenruhig danach, wer schon einmal im Weilburger Schiffstunnel gewesen sei. Während sich die Hauptfigur der Geschichte notgedrungen bereits Gedanken über letzte Gedanken machen muss, legte Schneider erneut eine dramatische Pause ein, um darüber abstimmen zu lassen, ob er die Geschichte weiter vorlesen und damit auflösen sollte. Dank deutlicher Mehrheit erfuhren die Zuhörer schließlich das überraschende Ende der Bootstour.
Anschließend veranstaltete Schneider ein Quiz unter den Gästen und verloste eine Ausgabe seines Buchs „Tauchgang. Tatort Wieseckaue“, aus dem er bei dieser Gelegenheit gleich einige Passagen vortrug. Weiter ging es mit der Geschichte „Hightech-Schwester“ aus dem literarischen Stadtführer „Gießen blüht“. Die Beschreibung des hypermodernen Toilettenwürfels neben dem Elefantenklo sorgte für große Erheiterung. Einige kamen aus dem Lachen gar nicht mehr heraus, als Schneider den Versuch eines Toilettengangs schilderte: So muss sich der Nutzer am Touchscreen-Terminal zunächst für eine „freundliche Begleitung“ entscheiden, um sich danach Beleuchtung, Musik, Hintergrundgeräusche und Duftnote nach den eigenen Wünschen zusammenzustellen. Angesichts der vielen Optionen – Wildbachrauschen oder Vogelgezwitscher, klassische oder volkstümliche Musik, Landluft oder Nadelwaldgeruch – ergreift der gepeinigte Toilettenbesucher schließlich die Flucht, um das Kunden-WC bei Karstadt aufzusuchen.
Die Entscheidung, ob Schneiders Keyboard-Künste auf die Bühne gehören, überließ er den Zuhörern, deren Beifallsbekundungen zwar irgendwann endeten, aber durchaus an „tosenden Applaus“ erinnerten. Im Anschluss konnte man signierte Bücher erwerben und den Autor befragen.
(Gießener Anzeiger vom 11. März 2015)


Tatort Hessen

Morde statt Makramee
Gießener Polizei-Dozent schreibt in der Freizeit Krimis
Gießen. Mordfälle, die von Dorfpolizisten im Alleingang gelöst werden und die wahren Kriminalisten alt aussehen lassen, sind nicht seine Sache. Hans Schneider alias Hermann Henn legt Wert auf die Schilderung realistischer Polizeiarbeit und geht dennoch mit viel Fantasie ans Werk - wie sein jüngstes Buch "Tauchgang" zeigt.
Gießen im Jahr 1 nach der Landesgartenschau. Das nicht ganz unumstrittene Projekt hat seine Tore lange geschlossen, Besucher zieht es dennoch weiter nach Wieseck. Gerade junge Leute lockt die "area GI" an, ein Funpark von gigantischen Ausmaßen. Plötzlich aber macht "area GI" aus anderen Gründen Schlagzeilen. Drei Jugendliche sind dort auf tragische Weise ums Leben gekommen - ein abgesprochener Selbstmord wie es scheint. Doch der Tod des Trios ist nicht das einzige, was Hauptkommissarin Silke Haus und ihr Team beschäftigt. Denn bald gibt es einen weiteren Toten, der zertrümmert im Stahlgerüst des Canonballs hängt.
Die Idee zu seinem jüngsten Krimi kam Professor Hans Schneider bei einer Semesterabschlussfahrt mit seinen Studenten, erzählt er im Gespräch mit dieser Zeitung. Ins Ötztal ging die Reise in die Area 47 am 47. Breitengrad. Der Eventpark in den Alpen stand Pate für die "area GI", die so schön auf das Kfz-Kennzeichen der Unistadt wie auf ihre Vergangenheit anspielt, auf Zeiten als US-Soldaten - GIs in GI - das Stadtbild prägten.
Kriminalistik reizt den Sozialwissenschaftler, der an der Hessischen Hochschule für Polizeiarbeit und Verwaltung angehende Polizisten unterrichtet. So sehr, dass er auch in der Freizeit nicht davon lassen kann. "Andere knüpfen hübsche Dinge mit Makramee, ich schreibe halt Krimis", schmunzelt der Autor. Eine Freizeitbeschäftigung, die ihn selten loslässt. Auch beim Joggen im heimischen Fernwald sinnt der 55-Jährige über Handlungsstränge nach. Feilt an einem Geflecht, das Spannung aufbaut und in sich stimmig ist. Denn nichts verzeihen Krimileser weniger als Unstimmigkeiten. "Tauchgang" ist vollgepackt mit Handlungssträngen, da gibt es die Nazi-Schatz-Jäger, die Höhlenforscher und in ihrem wissenschaftlichen Genie verkannte Geschichtslehrer - ganz schön viel für knapp 190 Seiten, dafür aber ist auch viel Tempo in der Geschichte.
Seine erste Leserin sei seine Mutter, erzählt Hans Schneider. Die 85 Jahre alte Dame lese gern Krimis und habe ein gutes Auge für logische Abläufe. Hans Schneiders Pseudonym wurzelt übrigens in seiner Kindheit. "Henns Hermann" sein Jung - so nannten ihn die alten Leute in seinem Heimatort Oberscheld bei Dillenburg. Vier Worte, die entschlüsselt auf den Mädchennamen seiner Großmutter zurückgehen, die wiederum einen Sohn namens Hermann hatte, erklärt er.
Schneiders Anliegen ist es, "Polizei-Krimis mit sachdienlichen Hinweisen" zu schreiben, Polizeiarbeit realistisch zu schildern. Bisweilen wie er einräumt, geht dabei der Wissenschaftler mit ihm durch. Deshalb habe er im "Tauchgang" nun mehr auf unterhaltsame Aspekte geachtet als in vorangegangenen Büchern.

Autor greift Themen auf, die die Gesellschaft beschäftigen

Der Leser erfährt etwas vom Privatleben der Hauptkommissarin, von deren Waldkatze Isa etwa. Details, die Krimikonsumenten gemeinhin schätzen, um sich mit den Akteuren zu identifizieren. Aber auch die anderen Personen werden ausgeschmückt. Hin und wieder trägt Schneider ein bisschen dick auf, wie er einräumt. Zum Beispiel bei der Figur der ehrgeizigen Gießener Ordnungsamtsleiterin mit ihrer persönlichen Nähe zu einem NPD-Funktionär.
Schneider thematisiert im "Tauchgang" auch ein Thema, das in vielen Kommunen für Streit sorgt. Wie geht die Gesellschaft mit entlassenen Sexualstraftätern um? Gesellschaftspolitisch wichtige Fragen werden auch in den anderen Hermann-Henn-Krimis angepackt. Das Leben von Migranten etwa, aber auch die Gefährdungen des Rechtsstaats thematisiert Schneider, der im wirklichen Leben mit einer Juristin verheiratet ist. Eigentlich müsste sich so mancher Jurist im Buch "Yburger Kreis" auf die Füße getreten fühlen, aber das Buch erreichte bislang nicht die erhoffte Auflage, um weh zu tun, sagt Schneider mit kleinem Bedauern.
Schneiders Romanfiguren setzen sich aus vielen Typen zusammen, "die man so vor Augen hat". Einmal indes hat er auf eine authentische Person zugegriffen, um das Schicksal von Russlanddeutschen plastisch vor Augen zu führen. Anna Petrowa, so nennt Hans Schneider die Frau in seinem Buch "Die sieben Leben einer Katze", muss erleben, dass ihr Können und ihre Bildung in Deutschland auf null Anerkennung stoßen.
Der Dozent für Polizeiarbeit schreibt seine Krimis nicht, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sondern aus Leidenschaft für die Sache. Sein Leserkreis beschränke sich vor allem auf den Gießener Raum, vermutet er. Im Gegensatz zu manch anderem Regionalkrimiautor ist ihm der große Durchbruch noch nicht vergönnt. Doch das nimmt er sportlich. So wie die Kritik, die er einmal bei einem Literaturworkshop in Wolfenbüttel einstecken musste. Da wurde ihm aus dem Munde von studierten Germanisten signalisiert, dass aus ihm kein Literat werden würde.

Anerkennung gibt es trotzdem: Beim Schreibwettbewerb "Mordsdichter" belegte Hermann Henn im Rahmen des Gießener Krimifestivals den dritten Platz.
(Hermann Henn, Tauchgang. Tatort Wieseckaue, Krimythos-Verlag, 190 Seiten, ISBN 978-3-943160-13-0, 9,90 Euro).
(Regina Tauer, Wetzlarer Neue Zeitung vom 3. Oktober 2014)


Landesgartenschau Gießen, 5. Juni 2014

Vielseitig und am liebsten im Shirt mit V-Ausschnitt
Hermann Henn kam am Donnerstagabend im Gartenschau-Shirt. Und das, obwohl es davon nur Versionen mit Rundhals gibt. Seine Vorliebe für V-Ausschnitte war eine der Anekdoten, die der Fernwälder Krimiautor während einer 90-minütingen Lesung im Grünen Hörsaal zum Besten gab. Angesichts der Alternativen leuchtete die Kleiderwahl ein: ein bunt geringeltes T-Shirt und ein orangefarbenes Niederlande-Trikot standen laut Henn noch zur Auswahl. Eigentlich sollte es aber um Literatur gehen – zumal Henn, der bürgerlich Hans Schneider heißt, seinen neuen Krimi „Tauchgang – Tatort Wieseckaue“ im Gepäck hatte. Darin ermittelt Kommissarin Silke Haus in einem Mordfall unweit des Gartenschaugeländes. Zur Erheiterung der Zuhörer beschrieb Henn selbst sein Genre als „Polizeikrimi mit sachdienlichen Hinweisen“, verfasst im Stil der „Neuen Sachlichkeit“. Indessen sei der Hang zu kurzen Beschreibungen vielleicht das Problem, so der 54jährige, der gestand: „Der Verkauf meiner Bücher läuft eher schleppend.“ Sorgen muss man sich um den Professor für Sozialwissenschaften aber nicht machen. Sollten alle Stricke reißen, wäre auch eine Karriere als Musiker denkbar. Diesen Schluss legten jedenfalls mehrere Keyboardeinlagen zwischen den Textauszügen nahe. (csk)
(Gießener Allgemeine Zeitung vom 9. Juni 2014)

Skuriles in der Wieseckaue. Lesung Krimi-Autor Hermann Henn trägt aus seinem neuen Werk „Tauchgang“ vor
Giessen (ies). Die Szenerie klingt vielversprechend, mittels einer Sitzwanne sollte der geneigte Fahrgast des „Canonballs“ mittels Wasserdruck rund zehn Meter durch die Lüfte katapultiert werden. Ein Spaßgerät, das seit kurzem im neuen Outdoor-Eventpark „area GI“ in der Wieseckaue zu finden ist. Wer jetzt schon Abenteuerlust bekommen sollte, dem sei das neue Werk „Tauchgang“ des heimischen Autors Hermann Henn ans Herz gelegt. Der fantastische Wasserspaß besteht nämlich nur auf dem Papier des frisch gedruckten Werkes und ist keine Attraktion der Landesgartenschau. In einer äußerst unterhaltsamen Lesung feierte der vierte Gießen-Krimi mit seinem Erschaffer im grünen Hörsaal auf der landesgartenschau Premiere. Mit gelungenem Wortwitz, einem Humor, der so staubtrocken wie das heiße Straßenpflaster, Lachtränen in die Augen zauberte und virtuosen Heimorgeleinlagen wusste der Fernwalder Autor gekonnt zu unterhalten. Aber auch das Buch selbst verspricht gekonnt Spannung aufzubauen. Schon zu Beginn bleibt der Spaß an dem neuen „Canonball“ sprichwörtlich stecken, eine nicht ganz appetitlich anmutende Leiche steckt nämlich im Metallgerüst der verlängerten Flugbahn des Fluggerätes fest. Durch Henns trockene Miene, gepaart mit der plastischen Beschreibung auch unschöner Dinge, entstand bei der Lesung eine skurrile Gratwanderung aus Komik und Krimi, die definitiv Lust auf mehr machte. Auch durch Unterbrechungen an den spannendsten Stellen durch zwar gekonnt dargebotene, jedoch gewollt am eigentlichen Thema vorbeischrammende Musikeinlagen, wurde der Unterhaltungswert der Veranstaltung noch deutlich erhöht. Und selbst die vorbei knatternden Rasenmäher, die es Henn oft schwer machten, gegen den Lärm anzukommen, erhielten noch kurze, schelmische Beachtung. Fast ganz so, als sollte es so gewesen sein. In den Lesestücken war auch der Ernst der Geschichte zu spüren, altbekannte Ermittler tauchten auf und eine abenteuerliche Reise durch ein neuentdecktes Höhlensystem begann. Krimilust der Extraklasse. Zudem ein humorvoller Abend eines brillanten Entertainers, der nebenbei auch noch richtig spannende Krimis am Puls der Heimat schreibt.
(Gießener Anzeiger vom 7. Juni 2014)


Gießener Krimifestival 2013, 20. Oktober 2013

Nazischatz in der Wieseckaue
Polizei Hochschule Hermann Henn stellt Manuskript mit viel Gießener Lokalkolorit vor
Gießen (xku). Ein geheimnisvolles Höhlensystem, ein sagenumwobener Nazischatz und ein vorbestrafter Sexualstraftäter. Hermann Henn bringt diese Komponenten zusammen und strickt daraus einen Krimi mit viel Lokalkolorit. In der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung las der Autor aus seinem Manuskript. Die Story ist atemberaubend: Im Jahr 2015, ein Jahr nach der Landesgartenschau in Gießen wird in der Wieseckaue ein weitverzweigtes Höhlensystem entdeckt. Ein unterirdischer See, geheimnisvolle Gänge und steile Klippen. Schnell beginnen die Planungen um das neuentdeckte Naturwunder. Ein Freizeitpark soll daraus entstehen. Doch plötzlich nähren sich Gerüchte um einen Schatz in den Höhlen. Die Nazis sollen hier Goldbarren im Wert von vielen Millionen versteckt haben. Hastig beginnen Gerüchte um das Nazigold. Doch dann gibt es drei Tote. Und kurz darauf einen weiteren. Der Sexualstraftäter Patrick Fensel scheint damit gar nichts zu tun zu haben. „Ich war mit der Geschichte noch nicht ganz zufrieden“, erklärte Prof. Dr. Hans Schneider alias Hermann Henn. „Deshalb lese ich Ihnen nur aus dem bisherigen Stand der Arbeit vor“, betonte er vor Beginn seiner Lesung. Henn hat bereits vier Kriminalromane vorgelegt. Der Autor weiß dabei sehr genau, wovon er spricht, denn er ist Professor für Sozialwissenschaften an der Polizei-Hochschule. Der Fachmann für Kriminologie und Polizeiarbeit legte 2010 seinen Roman „Mord am Schwanenteich“. Alle seine vier Romane haben eine regionale Färbung. Um die Stimmung bei der Lesung etwa aufzulockern, spielt er immer wieder ein paar Stücke auf dem Keyboard. Bei Kaffee und Kuchen lauschten die rund 80 Zuhörer gespannt den Zeilen und den Noten. Bisweilen kam sogar Kaffeehausatmosphäre auf. Beim Zuhören wurde eines ganz schnell klar: Henn ist ein Autor, der mit sich hadert. Und das sehr zur Belustigung des Publikums. Immer wieder eilt er an Sätzen, ringt nach Begriffen und verliert sich dann in einer endlosen Beschreibung von Details. Das kann anstrengend sein, oder eben sehr lustig. Wenn sich Henn ganz ernst nehmen würde, dann wären seine Romane auch nur halb so gut. Doch gerade weil viele Passagen mit einem Augenzwinkern geschrieben sind, versprühen seine Arbeiten viel Charme und Witz.
(Gießener Anzeiger vom 22. Oktober 2013)

Krimiautor am Keyboard
Hermann Henn bietet zur Lesung auch die passende Musik
Man kann durchaus behaupten, dass Hermann Henn seinen eigenen Stil kreiert hat. Nicht übermäßig ausgeschmückt sondern reduziert aufs wesentliche sind seine Geschichten wie auch sein Vortragen. Als Rezipient ist man also verpflichtet, genau zu lesen beziehungsweise zuzuhören – lässt man sich darauf ein, wird man belohnt, denn der Witz steckt hier im Detail. Begrüßt wurde das Publikum im Haus der Hochschule für Polizei und Verwaltung mit Kaffee, Kuchen und sogar Sekt. Schon hier bot sich die Möglichkeit mit dem Autor persönlich in Kontakt zu treten, sofern man nicht bereits stürmisch von ihm persönlich empfangen wurde. Die offizielle Begrüßung begann dann mit einer musikalischen Einlage. Henn selbst spielte „Hello“ von Lionel Richie. „Das ist irgendwie so passend“, wie er selbst trocken kommentiert. Henn nutzt die Musik, da er beobachtet habe, dass dies bei Lesungen offenbar in Mode gekommen sei. Seine bisweilen kitschig arrangierten und auf dem Keyboard á la Alleinunterhalter vorgetragenen Stücke sind mehr eine Persiflage auf die musikalischen Einlagen seiner Kollegen. Seine Krimis spielen allesamt in Gießen oder in der Umgebung. Teils auch schon mal in der Zukunft, um auch Orte zu beschreiben, die es zumindest so (noch) gar nicht gibt, wie die „Area GI“, eine Art Extremvergnügungspark, in dem beinahe alle erdenklichen Adrenalin ausschüttenden Freizeitaktivitäten angeboten werden außer Rafting und Caving. Henn nutzt auch solche absichtlich übertriebenen Darstellungen, um seinen kuriosen Geschichten eine ironische Note beizufügen. Zum Schreiben entschied sich der Professor übrigens, da er festgestellt hat, dass seine Fachliteratur nur wenige Leser findet. Stattdessen baut er nun soziologische Verhaltensmuster in seine Krimis ein und hofft, dadurch eine größere Leserschaft zu erreichen. Mit trockenem Humor und kühler Vortragsweise überzeugte er sein Publikum … (duh)
(Gießener Allgemeine Zeitung vom 23. Oktober 2013)


Gießener Krimifestival 2012, 14. Oktober 2012

Vom Krimi zum Keyboard
Hermann Henn alias Hans Schneider liest aus „Der Yburger Kreis“
In Literatur und Film ebenso wie im wirklichen Leben wählt das schwere Verbrechen für gewöhnlich klangvolle und prestigeträchtige Wirkungsorte. Dass ein von Interpol gesuchter Mehrfachmörder mit seinem vermutlich gestohlenen VW Passat die rote Ampel an der Kreuzung Rodheimer Straße/Hardtallee überfährt, nachdem er bei einer Polizeikontrolle an der Lahnbrücke vor zwei auf ihn gerichteten Dienstwaffen davongebraust ist, darf hingegen als selten betrachtet werden. Während die wenigsten Gießener eine solche Lebensrealität herbeisehnen dürften, waren die dem Publikum wohlbekannten Schauplätze jedoch zweifelsohne eine Bereicherung bei der Lesung des heimischen Schriftstellers Hermann Henn, die der Verein Criminalium am Sonntag im Rahmen des Krimifestivals veranstaltete. So konnten die ortskundigen Gäste nachvollziehen, welchen Weg die Fluchtfahrt des Kriminellen nahm und in welchem Gasthof das spätere Mordopfer, ein Gießener Juraprofessor, seine Kollegen zum Feierabendbier traf. Hermann Henn heißt eigentlich Hans Schneider und ist Professor an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, deren Standort in der Talstraße als Austragungsort diente. Neben einem Lesetisch war auch ein Keyboard aufgebaut, denn Henn unterbrach die Lesung aus seinem neuen Krimi „Der Yburger Kreis“ immer wieder, um sie mit Anekdoten und musikalischen Einlagen auszuschmücken. „Kriminalistisch-kriminologisches Rahmenprogramm“ nannte der Autor die Darbietung von Liedern, die zum jeweiligen Stand der Geschichte passten: Süffisant kündigte Henn das Lied „Die Männer sind alle Verbrecher“ an, als er gerade das Kapitel vorgetragen hatte, in dem seine Romanfigur Wolfgang Mayer ein Schäferstündchen mit seiner Geliebten verbringt. Diese musikalischen Einschübe taten der Lesung ausgesprochen gut, die für sich allein nur eingeschränkt überzeugte. Henn betonte zwar, bewusst sachlich zu schreiben, doch der stark an Polizeimeldungen angelehnte Stil seines Textes wusste lediglich in den kriminalistischen Abschnitten wo Stil und Inhalt harmonierten, zu gefallen. Die Ausführungen zwischenmenschlicher Begegnungen und Gespräche ließ er dagegen hölzern klingen. Dank seine selbstironischen Auftretens hatte der Autor die Sympathien des Publikums trotzdem durchgängig und zu Recht auf seiner Seite … . (nf)
(Gießener Allgemeine Zeitung vom 16. Oktober 2012)


Neuer Regionalkrimi von Henn erschienen. Silke Haus ermittelt im vierten Fall
Von Hannelore Benz
Gießen. Hermann Henn ist ein Pseudonym. Henn´s Hermann sein Jung – so nannten die alten Leute ihn, wenn sie über ihn sprachen. Hans Schneider ist Professor für Sozialwissenschaften und in der Polizeiausbildung tätig. Er hat den vierten Fall für seine Kommissarin Silke Haus geschrieben. „Der Yburger Kreis“ ist der Titel des neuesten Polizeiromans des in Fernwald lebenden Professors für Sozialwissenschaften. Henn verfügt über Polizei-Insiderwissen und benutzt es, um seine Figuren ebenso lebensnah wie menschlich in die Ermittlungsarbeit zu schicken. Allerdings stehen den Kriminalisten in diesem Fall Kriminelle gegenüber, die aufgrund ihrer hohen gesellschaftlichen Position ein ganz anderes Kaliber sind. Im „Yburger Kreis“ hat Henn alles eingerührt, was man in einem Krimi gebrauchen kann: Kühl und sachlich argumentierende Kripo-Beamte mit der Leiterin Silke Haus an der Spitze, hoch- und höchstgestellte Personen aus Politik und Justiz mit jeder Menge Leichen in den Kellern und schließlich auch „echte“ Leichen quer durch die Gesellschaft, vom rumänischen Auftragskiller bis zum frisch gewählten Richter am Bundesverfassungsgericht oder der hochgestellten Freifrau von Lindenthal. Dazu ein nur von außen betrachtet mustergültiges Ehepaar, das sich getrennt voneinander leidenschaftlich gern in fremden Betten aufhält. Die große Zahl an Polizeibeamten, die an der Aufklärung der Morde arbeiten, bringt es leider mit sich, dass der Leser leicht den Faden verliert, wenn er nicht dran bleibt, aber der spannende Aufbau sorgt ohnehin dafür, dass man das Buch erst aus der Hand legt, wenn alle Rätsel gelöst sind. Der zweite Durchgang gewährt jedoch erst den richtigen Lesegenuss: Wenn man sich den eingeflochtenen Abhandlungen über Aufbau und Arbeit des Bundesverfassungsgerichts oder psychische Krankheiten in der Kriminologie widmen kann und so erst richtig versteht, wie sich die Puzzle-Steine aneinander legen, so dass ein Bild entsteht. Dass der Schauplatz der spannenden Handlung das heimische Mittelhessen ist, macht diesen Krimi erst richtig schön, zeigt es doch, dass unsere Subkultur mindestens ebenso interessant ist wie unsere Landschaften, Schlösser und Geschichten. Eine weitere Leichensuche in den Kellern wird dringend gewünscht. Hermann Henn, „Der Yburger Kreis“, Krimythos-Verlag Frankfurt, 9,90 €, ISBN: 978-3-9431-6002-4
(Dill-Post vom 14. September 2012)


Thalia-Buchhandlung Gießen, 12. April 2012

Krimis mit viel Lokalkolorit
Hermann Henn alias Prof. Hans Schneider wies gleich zu Beginn der sehr gut besuchten Lesung am Donnerstagabend in der Thalia-Buchhandlung auf den nüchtern-objektiven Stil seines neuesten Romans „Die sieben Leben einer Katze“ hin, der den etwas steifen Untertitel „Ein Polizeikrimi mit auch sachdienlichen Hinweisen trägt. Henn zeigte Sinn für Selbstironie, machte gewitzt von Schleichwerbung Gebrauch. Im ersten Abschnitt präsentierte er die 63jähringe Anna vom Freiwilligen Polizeidienst, die mit ihrem gleichaltringen Kollegen Roland auf Streife geht. Der dritte Fall der Kommissarin Silke Haus ist durch reichlich Gießener Lokalkolorit gewürzt: Mit akribischer Genauigkeit beschreibt Henn die Tätigkeit der Hilfspolizisten und vermittelt ein plastisches Bild der Innenstadt – von der Dinosaurierausstellung bis zum Döner-Dreieck. Sein Stil wirkt einerseits zuweilen fast zu ernst, gipfelt in Gesetzesparagraphenzitaten, andererseits gefällt sein trockener Humor. Henn verstand es geschickt, das Publikum für sich zu gewinnen, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. … (jou)
(Gießener Allgemeine Zeitung vom 14. April 2012)

Seltsame Mordserie in der Mittelhessenmetropole
Hermann Henn stellt bei Thalia seine Gießen Krimis vor

Giessen (ies). „Die Hoffnung, posthum mit meinen Büchern noch zu etwas Erfolg zu kommen, habe ich noch nicht aufgegeben“, erklärte der Autor Hermann Henn zu Beginn der Krimi-Doppellesung in der Thalia-Buchhandlung im Seltersweg am Donnerstagabend mit einem Augenzwinkern. Charmant stellte er hier sein gar nicht mal so kleines Licht unter den Scheffel. Drei regionale Krimis, die alle in und um Gießen spielen, hat Hermann Henn alias Hans Schneider schon veröffentlicht und ein weiterer Fall scheint in naher Zukunft ebenfalls abgeschlossen zu werden. An diesme Abend boten sich Einblicke in den dritten Fall von Silke Haus, die Kommissariatsleiterin von K11 und Hauptfigur in Henns Romanen. Vorab gab es aber noch einige Ausflugstipps und Marken-Empfehlungen vom Autor persönlich. Mit akribischer Nennung verschiedenster Firmen und Markennamen erklärte er sein wohlgewähltes Lese-Outfit des Abends, und dies mit solch trockenem, selbstironischen Humor, dass er die Zuhörerherzen oder wenigstens deren Lachmuskeln im Sturm eroberte. Noch bevor auch nur das erste Wort gelesen war, kringelte sich manch einer der zahlreichen Zuhörer auf seinem Sitzplatz vor Lachen und harrte erwartungsfroh der Dinge, die da noch kommen würden. Und es kam noch einiges. Mit Auszügen aus dem Buch „Die sieben Leben einer Katze“ ging man erneut auf Verbrecherjagd mit Kommissarin Silke Haus. Nach der Exhumierung von Franz Kamotzki nach 25 Jahren setzt auf einmal eine seltsame Mordserie im Umfeld von dessen Tochter ein. Bezugnehmend auf aktuelle Geschehnisse und lokale Orte in der Mittelhessenmetropole wie Landesgartenschau, beleuchtete Wartehäuschen am Marktplatz und der Dinosaurierausstellung 2010, fühlt sich der Gießenkenner mitten im Geschehen und kann gar nicht anders, als der Geschichte mit Spannung und Aufregung zu folgen. Kleine humorvolle Exkursionen des charmanten Autors brachten zudem noch den Spaßfaktor mit in die spannende Geschichte ein. „Wenn´s am schönsten ist, sollte man bekanntlich aufhören“, diesen Leitspruch beherzigte auch Hermann Henn. Jedoch gibt es ja für diejenigen, die die Spannung nicht aushalten können, die Werke gottseidank in Buchform zu erwerben …
(Gießener Anzeiger vom 14. April 2012)


Gießener Krimifestival 2011, Krimi-Matineé, 16. Oktober 2011

Todesgefahr in der Schleuse
Sonntagsmatinee mit Hermann Henn an der Polizei-Hochschule
Giessen (ies). Zur Krimimatinee am Sonntag im Rahmen des Krimifestivals gab es Einblicke in die regionale Autorenszene. Hermann Henn, Hochschullehrer und Krimiautor, las aus seinem zweiten Gießen Krimi „Der Tod sitzt mit am Runden Tisch.“ Der neue Fall von Silke Haus, Leiterin des Kommissariats für Tötungsdelikte K11 entführt den Zuhörer erst einmal zu einer Kanufahrt auf die Lahn. Authentisch heimatnah von den Riesenschnitzeln im Gasthof in Fürfurth über die Runkeler Eisdiele kommen die Mitglieder von K11 in eine bedrohliche Situation in der Schleuse am Weilburger Schiffstunnel. Trotz der Dramatik und Bedrohlichkeit mit der Henn die ausweglose Situation in der Schleuse beschreib, konnten sich die Zuhörer gestern Vormittag in den Räumen der Hochschule für Polizei und Verwaltung vor Lachen kaum auf ihren Sitzen halten. Und das liegt weniger an der Handlung, als an dem äußerst verschmitzten, trockenen Humor des Autors selbst, der mit Zwischenfragen das Publikum immer wieder gezielt ansprach und so noch mehr in das Geschehen involvierte. Einige Todesfälle in einer Stadt, die sicherlich nur rein zufällig gewisse Ähnlichkeit mit der Hessen-Metropole aufweise, beschäftigen Hauptprotagonistin Silke Haus. Die Ermittlungen führen unter anderem zu dem Verein „Prävention ist Bürgerpflicht“, dessen ehrenamtlicher Geschäftsführer der Tote war und stoßen dabei auf einige Ungereimtheiten. Dank vieler erklärter Fachbegriffe und psychologischer Tricks bekam der Leser zudem tiefe Einblicke in die Ermittlungsarbeit des Kommissariats, in der sich der Autor, der unter einem Pseudonym schreibt, recht gut auszukennen scheint. Der Krimi „Der Tod sitzt mit am Runden Tisch“ ist das zweite regionale Werk von Hermann Henn nach „Mord am Schwanenteich“. Die Matinee fand mit Unterstützung durch den Förderverein der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung und dem Verein Kriminalprävention Gießen statt.
(Gießener Anzeiger vom 17. Oktober 2011)